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Fortgeschrittene elektronische Signatur

Die dokumentierte Patientenaufklärung gelingt mit einer dotforms Anwendung und Digitalen Stiften ganz leicht (Foto: Halbach)

Patientenaufklärung und Patientenrechtegesetz

Ein besonderer Fall in der klinischen Dokumentationsroutine ist die Patientenaufklärung. Sie muss vor JEDEM Eingriff stattfinden. Hier werden dem Patienten der Eingriff erläutert, die Risiken erklärt und alle Fragen dazu beantwortet. Standardisierte Patientenaufklärungsbogen stellen eine juristisch einwandfreie Aufklärung sicher. Auf den Aufklärungsbogen werden Notizen gemacht, Zeichnungen markiert, Eingriffsorte umkreist und schlussendlich Unterschriften geleistet. Mit dem aktuellen Patientenrechtegesetz muss das Krankenhaus dafür sorgen, dass der Patient eine Kopie des unterschriebenen Aufklärungsbogens erhält. Das ist lästig, kostet Zeit und hält das medizinische Personal von wichtigeren Aufgaben ab.

Hier leistet eine dotforms Anwendung mit Digitalen Stiften einen echten Mehrwert: Sämtliche Eintragungen sind in der elektronischen Ausführung eines ausgefüllten Bogens enthalten, mit Zeitstempel! Graphologische Merkmale, eingebettet in die Originaldaten, legen die Grundlage für eine eventuell spätere forensische Betrachtung der Unterschrift. Aufklärungsbogen aus selbstdurchschreibendem Papier gehören der Vergangenheit an. Mit dotforms wird die Patientenaufklärung unter Wahrung des Patientenrechtegesetztes wirtschaftlicher, schneller, digital. Das Ergebnis? Der Patient bekommt das Original mit nach Haus. Kein Einscannen, kein Transportieren, kein Papierarchiv! Es sei denn, man möchte das so. Das Signaturmodul dotforms eSign erfüllt die Kriterien der "Fortgeschrittenen Elektronischen Signatur".

Aufzeichnung aller Unterschriftsdaten während des Schreibens über die Stiftkamera (Foto: Halbach)

Grundlage der Fortgeschrittenen elektronischen Signatur

Während des Schreibens speichert der Digitale Stift nicht nur einfach die Strichzüge, um sie später bildlich wieder geben zu können. Er speichert darüber hinaus eine Fülle von Metadaten zur Entstehung dieser Unterschrift: Zeit und Zeitdauer, Schreibfluss und -geschwindigkeit, Richtung und Richtungswechsel. Jedes Absetzen, jeder Schwung ist detailgetreu nachvollziehbar. Mit diesen Daten könnte man den Vorgang der Unterschrift wie ein Video erneut abspielen. Das Abbild einer Unterschrift kann man mit genug Übung fälschen. Den Original Schreibfluss jedoch nicht. Wo heute dem forensichen Graphologen bereits das Bild einer Unterschrift zur Begutachtung ausreicht, stehen ihm mit dotforms eSign darüber hinaus eine Fülle weiterer Metadaten zur forensischen Betrachtung zur Verfügung. Die wichtige Frage ist nun, wie sichergestellt werden kann, dass die einmal geleistete Unterschrift mit ihren Metadaten unverfälscht und nachweislich ursprünglich erhalten bleibt.

Metadaten im Dokumentencontainer und Versiegelung

Ein ganz entscheidendes Kriterium für eine fortgeschrittene elektronische Signatur ist, dass sie mit einem Medium herbei geführt wird, das nur dem Unterschreibenden zur Verfügung steht. Meist denkt man an dieser Stelle an eine Smartcard o.ä.. Tatsächlich ist aber auch die Unterschrift selber absolut unique und steht in ihrer Gesamtheit, also mit Erscheinungsbild und tatsächlicher Entstehung nur dem Unterschreibenden zur Verfügung. Sie wird ein Teil des Signaturschlüssels. Da der Signaturhersteller, also der Unterschreibende, identifizierbar sein muss, werden auch personenbezogene Daten wie Vorname und Nachname mit verschlüsselt. 

Das unterschriebene Dokument wird als PDF/A erzeugt. Die oben bereits erwähnte Metadaten werden in dieses Dokument eingebunden, wie in einen Container. Die Gesamtheit aller Daten wird mithilfe der Unterschriftsmetadaten verschlossen und versiegelt. Das Dokument bleibt weiterhin betrachtbar. Eine Veränderung jedoch kann umgehend nachgewiesen werden. 

Über die forensische Sichtprüfung hinaus stehen alle Entstehungsdaten der Unterschrift zur Verfügung: Schreibfluss, Richtung, Richtungsänderung, Zeit etc. pp

Die Entschlüsselung und forensische Betrachtung

Auch wenn das unterschriebene Original nicht mehr verfügbar ist, steht alles für den Nachweis einer authentischen Unterschrift zur Verfügung. Dazu muss das zuvor versiegelte Dokument entsiegelt werden. Das geht nur mit einem "passenden Schlüssel". Um das hohe Vertrauen in das versiegelte Dokument zu erhalten, wird sinnvollerweise die Schlüsselgewalt nicht beim Auftraggeber liegen. Er könnte sonst zum Nachweis aufgefordert werden, dass niemand sonst Zugang zum Schlüssel hatte und die Unterschriftsdaten nicht verändert werden konnten ohne Siegelbruch. Dazu wird zu Beginn des Archivierungsvorgangs ein einziges Mal ein privater Schlüssel erzeugt. Nur mit ihm ist ein Entsiegeln ohne Siegelbruch möglich. Sinnvollerweise wird dieser Schlüssel dann außerhalb des eigenen Einflussbereiches gelagert, z. B. bei einem beauftragten Notar oder Rechtsanwalt. Ist das Dokument entsiegelt worden, stehen die Metadaten der forensischen Begutachtung zur Verfügung. 

Rechtssicherheit braucht die Papierform. Der Digitale Stift hat beides: Digitalität und körperliche Repräsentanz des Geschriebenen

Digitaler Stift und Rechtssicherheit

Wer Rechtssicherheit wünscht, kommt an der Papierform nicht vorbei. Unlängst hat das  Oberlandesgericht München in einer Entscheidung (Aktenzeichen 19 U 771/12) begründet, dass beispielsweise einer Unterschrift auf einem elektronischem Pad eine ganz entscheidende Eigenschaft fehlt auf dem Weg zur schriftlichen Urkunde im Sinne des § 126 BGB. Hier werden nämlich dauerhaft verkörperte Schriftzeichen auf einem Schreibmaterial gefordert, gleich welcher Art. Bei einer rein elektronischen Erfassung ist diese Körperlichkeit jedoch zu keinem Zeitpunkt gegeben. Anders bei einer Digitalen Stiftanwendung. Die Rechtssicherheit wird darüber hinaus dadurch hergestellt, dass mit den geschriebenen Daten gleichzeitig auch graphologische Daten (Schreibfluß, Geschwindigkeit, etc.) verschlüsselt gespeichert werden können. Somit kann jederzeit Nachweis geführt werden, ob jemand ein Dokument unterzeichnet hat oder nicht. Fragen Sie nach einer dotforms-eSign Lösung.

Einsatz einer Fortgeschrittenen Elektronischen Signatur

Nach §2 Nr. 2 SigG sind also folgende Voraussetzungen zu erfüllen für eine Fortgeschrittene Elektronische Signatur:

- Erzeugung mit einem einmaligen Signaturschlüssel (die persönliche Unterschrift inkl. Metadaten)

- Signaturschlüssel muss dem Unterschreibenden während der Signaturerstellung zur Verfügung stehen (die persönliche Unterschrift inkl. Metadaten)

- Erstellung mit Mitteln, die unter der Kontrolle des Unterschreibenden stehen (Digitaler Stift und Papier)

- Erzeuger muss identifizierbar sein (z.B. über während der Signaturerstellung erfasster biometrischer Unterschriften)

Der Kunde unterschreibt und behält das Original. In der elektronischen Kundenakte liegt das elektronische "Original".

Zum Einsatz kommt dieses Verfahren mittels Digitalem Stift und dem eSign-Modul z.B. im  Finanzwesen (Kreditverträge). Hier wird der hohe Bankenstandard erfüllt. Das Verfahren, die  Metadaten der Unterschrift zur Verschlüsselung und Versiegelung und damit zum Nachweis einer geleisteten Unterschrift, zu nutzen stammt vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI und digipen, einem Spin-off des DFKI. Das Verfahren der fortgeschrittenen elektronischen Signatur mit Digitalem Stift wird bereits im Finanzwesen (Kundenberatung, Finanzberatungsprotokolle) mit papierlosem Archiv eingesetzt.

Auf der Basis dieses  digipen-Verfahrens hat Diagramm Halbach das System zur Nutzung im Gesundheitswesen weiter entwickelt und zur Anwendungsreife gebracht. In Verbindung mit einer revisionssicheren Archivierung kommt das System vor allem im Bereich der Patientenaufnahme sowie Patientenaufklärung zum Einsatz. Aktuelle Anwenderberichte finden Sie in den [News].

Das Competence Center für die elektronische Signatur im Gesundheitswesen (CCESigG) hat 2017 das dotforms System im Dokumentationsprozess begutachtet. Hierin bestätigt es die Rechtskonformität des System. [Weiterlesen]

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Sonnenenergie

Diagramm Halbach erzeugt mit Photovoltaik-Anlagen saubere Sonnenenergie (Stand 22.07.2017)

Erzeugte Energie im Jahr 2017:
kWh
CO2-Vermeidung im Jahr 2017:
kg