Mobile Dokumentation

Rettungsdienst / Notarzteinsatz

Qualitätssicherung im Rettungsdienst/Notarzteinsatz

Dokumentation im rettungsdienstlichen Einsatz der ADAC-Luftrettung (Foto: mit freundlicher Genehmigung der Berliner Feuerwehr)

Die Dokumentationspflichten in der rettungsdienstlichen Routine haben zugenommen. So dient die Einsatzdokumentation heute nicht mehr nur der Abrechnung mit dem Kostenträger oder der Basisdatenübergabe an das Zielkrankenhaus, sondern erfüllt heute vielfältige Anforderungen der Qualitätssicherung. Die medizinische und einsatztaktische Bewertung der Einsätze ermöglicht Erkenntnisse zur Verbesserung der Leistung. Gebietsübergreifende Vergleiche zeigen Verbesserungspotential und erreichte Veränderungen. Dazu ist die digitale Datenerfassung unerlässlich. Doch welches Erfassungsmedium ist das Richtige? Die ADAC-Luftrettung hat sich bereits früh für die Datenerfassung mittels der Digitalen Stifttechnologie entschieden. Neben wirtschaftlichen Aspekten waren mannigfaltige und handfeste Vorteile ausschlaggebend. 

Mobile und gleichzeitig digitale Dokumentation

Der Digitale Stift im Einsatz: handlich, mobil, digital. So gelingt schnelle Datenerfassung. In etlichen Organisationen in bewährtem Einsatz.

Selbstverständlich wird jeder Rettungs- oder Notarzteinsatz dokumentiert. Neben der Erhebung von Daten für die Abrechnung und die medizinische Qualitätssicherung kommt der Information des nachbehandelnden Arztes im Zielkrankenhaus unter Aspekten der Patientensicherheit die größte Bedeutung zu. Dies ist nicht zuletzt ein Grund dafür, dass nach wie vor Papier basierte Prozesse im Rettungswesen eine große Rolle spielen. Das nachbehandelnde und übernehmende Personal im Zielkrankenhaus entnimmt dem Einsatzprotokoll wichtige Informationen. Für die Dokumentation im Einsatz gilt: mit Digitalen Stiften haben die Einsatzkräfte die Hände frei, schleppen nicht zusätzliche Technik mit, bleiben weitestgehend unabhängig von den Einsatzbedingungen und können dokumentieren, wie es die Rettungslage erfordert. Der Unterschied: die Daten sind bereits digital erfasst.

Zeitersparnis mit Digitaler Stiftdokumentation in ADAC-Luftrettung

Nachgewiesene Zeitersparnis in der Einsatzdokumentation (Foto: ADAC Luftrettung; Quelle Springer Medizin Verlag)

Prominentes Beispiel, wie vorhandene Daten ohne zusätzlichen Erfassungsaufwand für das medizinische QM nutzbar gemacht werden durch Wahl der richtigen Erfassungsmethode, ist das Notarzteinsatzprotokoll der ADAC-Luftrettung mit einer Digitalen Stiftlösung von Diagramm Halbach. Ein derart komplexes Formular mit mehreren hundert Feldern manuell zu erfassen ist aufwändig und dauert. Eine Studie hat im Rahmen dieser Erfassungtechnologie einen Zeitersparnisfaktor von 4-5 festgestellt: "So dauert die vollständige Neueingabe der primär handschriftlich erhobenen Daten an der eigenen RTH-Station in die L.I.K.S.-Datenbank [20, 22] durchschnittlich 8–10 min/Einsatz. Mit einer Verifikationsphase von <2 min (1,5±0,4 min) bei der digitalen Papiertechnologie liegt die Zeitersparnis damit gegenüber dem bisher an der RTH-Station etablierten Dokumentationsverfahren diesbezüglich bei einem Faktor von 4–5." 

Die Studie ist im Springer Medizin Verlag erschienen:  "Primäre Dokumentationsqualität bei papiergestützter digitaler Einsatzdokumentation - Erste Ergebnisse aus dem Luftrettungsdienst". Anaesthesist 2009 · 58:24–29; DOI 10.1007/s00101-008-1435-6; Online publiziert: 10. Januar 2009; © Springer Medizin Verlag 2009
Sie kann Opens external link in new windowhier eingesehen werden

Zur schnellen Datenerfassung ist Papier gerade bei komplexen Zusammenhängen eindeutig im Vorteil gegenüber den mitunter kleinen Bildschirmen einer rein digitalen mobilen Erfassungslösung. Hier geht es zur CaseStory Anoto/Diagramm Halbach.

Nach Messung des Ausfüllverhaltens wurde die komplexe Einsatzdokumentation noch ergonomischer gestaltet (Foto: ADAC Luftrettung)

Tatsächlich wurde im Rahmen der Einführungstestung der ADAC Luftrettung der Umstand genutzt, dass jeder Eintrag mit dem Digitalen Stift mit einem Zeitstempel versehen ist. So konnte man genau nachvollziehen, in welcher Reihenfolge bestimmte Felder ausgefüllt wurden. Mit diesen Erkenntnissen ausgestattet, wurde das Formulardesign entsprechend angepasst, so dass es nun auch aus Nutzersicht ein extrem ergonomisches und vor allem ein der notärztlichen Rettungsdienstpraxis angepasstes Werkzeug ist. Aber es konnten auch wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, die einer verbesserten Behandlung und damit der Sicherheit von Patienten entgegen kommen. Durch eine Fortentwicklung der dotforms Handschrifterkennung konnte ein genauer zeitlicher und vor allem inhaltlicher Zusammenhang hergestellt werden zwischen Patientenzustand, Vitalparametern,  Behandlung sowie Medikamentengabe. Diese Erkenntnisse helfen nun, Behandlungleitlinien zu verbessern. Hier hat dotforms einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit geleistet.

Digitale Stifte zur Einsatzdokumentation der Berliner Feuerwehr

Digitale Einsatzdokumentation schon beim Schreiben: einfach, mobil, digital (Foto: Halbach)

Die Berliner Feuerwehr ist mit 3.800 Berufsfeuerwehrleuten die größte Berufsfeuerwehr in Deutschland. Gleichzeitig ist sie an 39 Rettungsdienststandorten mit täglich über 80 Rettungswagen und nahezu 20 Notarzteinsatzfahrzeugen einer der ganz großen Erbringer rettungsdienstlicher Leistungen. Der langjährige Anoto-Partner Diagramm Halbach stattet im Rahmen einer europäischen Ausschreibung die Berliner Feuerwehr mit einer Digitalen Stiftlösung und einer dotforms Anwendung aus. Damit vereinfacht sie die Einsatzdokumentation und beschleunigt die Abrechnung der Leistungen erheblich. Da die Technik für die Nutzer nicht wirklich "technisch" ist, sind Handhabung und Einsatz einfach, der Schulungsaufwand im Vergleich zur Nutzung von Tablets gering und die Akzeptanz hoch.

Drastische Verkürzung der Abrechnungszeiten

Metadatenerfassung für die Einahmewirtschaft zur direkten Abrechnung des Einsatzes

Neben der Information des Zielkrankenhauses ist die Abrechnung des Einsatzes ein primärer Dokumentationszweck. Es ist schön zu wissen, dass mit einem dotforms Einsatzprotokoll die zusätzliche Datenerfassung für Abrechnungszwecke entfällt bzw. erheblich vereinfacht wird. So können z.B. die Daten der Krankenversichertenkarte / eGK mit den digitalen Stiftdaten verbunden werden, so dass die Erfassung der Patientendaten größtenteils entfallen kann. Aber auch für die Einnahmewirtschaft und Abrechnung erforderlichen zusätzlichen Angaben, die auf einem Einsatzprotokoll gar nicht erhoben werden, können im Rahmen der dotforms Anwendung leicht und direkt am Einsatzdatensatz erfasst werden. Prominente Beispiel dafür ist die Einsatzdokumentation der Berliner Feuerwehr, die sämtliche Einsätze bereits kurze Zeit später direkt in der Abrechnung hat.

Klein lokal oder groß und vernetzt

Digitale Datenerfassung als Grundlage für qualitätssichernde Auswertungen.

Mit einer dotforms Anwendung zur Digitalen Stiftdatenerfassung steht eine äußerst flexible Infrastruktur zur Verfügung. Eine kleine lokale Anwendung kommt zum Einsatz, wenn die Einsatzdokumentation unvernetzt direkt am jeweiligen Standort erfolgen soll bei geringstem IT-seitigem Aufwand. Unabhängig von der Anzahl lokaler Anwendungen können die Daten der Einsatzdokumentation dennoch zentral zur Verfügung gestellt werden. Der Regelfall ist jedoch die Standort übergreifende Einsatzdokumentation. Hier erfolgt eine direkte Einbindung des Digitalen Stiftsystems in die Kommunikation mit der Leitstelle und der Abrechnung. Statistikmodule erlauben die übergreifende Betrachtung der Einsätze für den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst. Den landesweiten Überblick ermöglicht eine nach allen Regeln datenschutzrelevanter Einsatzdokumentation geführte zentrale Auswertung. 

Vernetzung der Akteure

Patient gut übergeben - Daten bereits im KIS

Mit der digitalen Stifttechnologie und dem Digitalen Einsatzprotokoll in dotforms-Technik ist es möglich, das Protokoll mit all seinen Eintragungen bereits vorab und aus dem fahrenden Einsatzfahrzeug an das vorgesehene Zielkrankenhaus zu senden: als Email oder Fax. Eine Bluetooth-Schnittstelle im Digitalen Stift macht es möglich. Dazu wird einfach ein im Protokoll aufgedrucktes Kästchen abgehakt und damit der Versand über ein Mobiltelefon initiiert. So kann das Zielkrankenhaus bereits mehrere Minuten vor dem Eintreffen in dokumentierter Form über Lage, Prämedikation und Zustand des kommenden Patienten informiert sein und entsprechende Vorbereitungen treffen. Auch die Einspeisung der Digitalen Stiftdaten in das Krankenhausinformationssystem des Zielkrankenhauses bei Patientenübergabe ist möglich.

 

Tablet-PC: Vorteilhaft oder nachteilig?

Tablet-Einsatz: nicht unumstritten (Foto: Halbach)

Der Artikel "Mobile Datenerfassung im Rettungsdienst - Eine Betrachtung aus notfallmedizinischer, rechtlicher, wirtschaftlicher, struktureller und technischer Sicht", erschienen in der Fachzeitschrift "Der Notarzt" im Thieme Verlag, setzt sich äußerst kritisch mit rein elektronischen Datenerfassungslösungen auseinander. Im Ergebnis kommen die Autoren zum Schluss, dass zwar der Dokumentationsumfang reduziert wird, jedoch die Einsatzzeiten erhöht werden, massive technische Probleme ungelöst sind, rechtliche Bedenken nicht ausgeräumt werden und insbesondere der wirtschaftliche Aufwand gemessen am Nutzen sehr hoch ist. Die Autoren stellen sogar die Frage zur Diskussion: "Werden Mitarbeiter im Rettungsdienst durch mobile PC-Systeme vom Patienten abgelenkt"? Weitere Opens internal link in current windowInformationen zum Artikel und einer Zusammenfassung finden Sie hier ...

Zum Thema Opens internal link in current windowZentrale Register und Datenbanken finden Sie hier mehr ...

Zurück Opens internal link in current windowzur Übersicht "Einsatz und Rettung" geht es hier ...

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